Eigentlich wurde der FBC-SI als Verein gegründet, in dem sportliche Fahrten mit Wasserstoffballonen durchgeführt werden sollten. Heißluftballone waren 1967 so gut wie unbekannt.
Doch schon 1973, wurde man auf diese neue Art von Ballonen aufmerksam. Mit der Firma Tyczka fand sich ein Sponsor, der unserem Verein auf dem Gebiet der Heißluftballone bis heute treu bleiben sollte. Am 07.10.1973 unternahm Don Cameron, der weltbekannte Ballonhersteller zusammen mit Reiner Breu und Dr. Herbert Fitz die erste Fahrt im neuen Vereinsballon. Die Fahrt war eine Werkstattfahrt und dauerte nur 19 Minuten. Der FBC-SI war aber damit einer der ersten Vereine in Deutschland, die einen Heißluftballon betrieben.
Gleichzeitig mit der Tyczka-Hülle bekam der Verein auch eine Raiffeisen-Hülle, über diese wird aber extra berichtet. In den folgenden Monaten war Reiner Breu der einzige Pilot, der die Heißluftballone bewegte, bevor Gerhard Gebauer am 09.07.1974 seine erste Pilotenfahrt mit dem Heißluftballon machte. Die beiden waren bis Anfang 1976 mit dem Ballon in ganz Deutschland auf Werbeveranstaltungen, bevor sich dann im Bordbuch auch Eintragungen anderer Piloten finden (D. Heidrich, J. Gäbler, M. Neumaier, P. Stamprech, Dr. G. Linden und H. Buob). Wurde die beiden Ballonhüllen zuerst noch gemeinsam mit der englischen Zulassung G-BBLV betrieben, änderte man sein Kennzeichen bald in D-INN um. Die letzte Fahrt im D-INN unternahm Reinhard Breu bei einem Außenstart am 28.08.1977. Er startete in Wiestock und landetet 66 Minuten später in Rotenberg.
Das Heißluftballonfahren in den 70er Jahren war etwas anderes als heute. Die damaligen Ballone hatten keine Parachutes und am Korb befand sich ähnlich dem Gasballon ein Schleppseil. Die Flaschen waren aus Stahl, sahen aus wie überdimensionale Campinggasflaschen und wogen eine ganze Menge. Brennerstützen gab es keine, bei der Landung mußte man also besonders darauf aufpassen, daß einem der Brenner nicht auf den Kopf fällt. Außerdem benutzte man nur Einfachbrenner, die mit den heutigen Brennern von der Leistung her nicht zu vergleichen sind. Trotzdem unternahmen die Piloten mit dem Gerät ganz außerordentliche Fahrten, fuhren zu den ersten in Deutschland veranstalteten Wettbewerben und hatten Spaß am Ballonfahren. Daß der Heißluftballon vor dem Gasballon aber irgendwann einmal der vorherrschende Ballon in Deutschland werden würde, damit hat damals wahrscheinlich keiner gerechnet.
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