D-MOBIL II


D-MOBIL II
Hersteller:L. Stuttgart Augsburg
Typ:K-1000/3-Stu
Werksnummer:0227
Volumen:1000 m³
Werbeaufschrift:Mobiloil
Erste Fahrt:03.04.1972
Letzte Fahrt:26.03.1977
Fahrtenanzahl:244
Betriebsstunden:1297 Std. 23 Min.
Bef. Personen:1016
sonstiges: 
  
  
  

Der D-MOBIL II war der zweite Ballon, den der FBC-SI in Dienst stellen konnte. Er sah genauso aus wie der D-MOBIL, rot-gelb gestreift mit weißem Banner und Aufschrift "Mobiloil". Der einzige Unterschied, der D-MOBIL hatte einen roten Füllansatz und der D-MOBIL II einen gelben, damit man die Ballone in der Luft wenigstens etwas auseinanderhalten konnte.
Die erste Fahrt mit dem D-MOBIL II machte Pilot Karl Baumann am 03.04.1977. Sie führte ihn in 5 Std. 18 Min. von Burgkirchen nach Illmetz im Burgenland. Blättert man durch das Bordbuch des Ballons, so fallen einem die im Vergleich zu heute langen Fahrzeiten auf. 10 Stunden im Ballon waren damals für die Piloten keine Seltenheit bei normalen Passagierfahrten. Außerdem auffallend ist, das in der damaligen Zeit wohl jede Wetterlücke genutzt wurde. Egal ob Wochenende oder nicht, es wurde Ballon gefahren.
Beispielsweise fuhr Dieter Heidrich mit dem D-MOBIL II in der Zeit vom 7.-11. August 1973 4 mal und wurde dann von Reinhard Breu "abgelöst", der bis zum 17 August weitere 4 mal den Ballon bewegte. Das sind 8 Gasballonfahrten an 11 Tagen, wobei jede Fahrt im Durchschnitt 7 Stunden dauerte! Die letzte Fahrt mit dem Ballon machte Pilot Dr. Heinrich Peters am 26. 03.1977, also ziemlich genau 5 Jahre, nachdem der D-MOBIL II in Dienst gestellt wurde.
Im Jahre 1975 wurde der Ballon zeitweise außer Dienst gestellt, aber 1 1/2 Jahre darauf wieder reaktiviert. Insgesamt war er 244 mal am Himmel zu sehen, das entspricht knapp 70 Fahrten im Jahr - und das obwohl der Verein in dieser Zeit noch über zwei weitere Gasballone verfügte.
Der Ballon wurde Mitte er 80er Jahre an die Bavaria-Filmstudios verkauft. Diese benutzten ihn für Aufnahmen zum Heimatfilm "Gewitter im Mai". Da der Ballon im Gebirge, wo der Film entstand nicht mit Wasserstoff gefüllt werden konnte, mußte er umgebaut werden. Dazu wurde die Hülle des D-MOBIL II einfach von innen nach außen gestülpt - damit hatten die Produzenten einen neutralen grauen Ballon. Danach wurde er mit Luft gefüllt und inklusive Netz, Korbring und Korb an einen Hubschrauber gehängt. Somit konnte das Filmteam die Fahrt des Hauptdarstellers beliebig oft wiederholen.

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