D-MAUSI


D-MAUSI
Hersteller:Ballonfabrik Augsburg
Typ:K-630/1-RI
Werksnummer:49242
Volumen:630 m³
Werbeaufschrift:neutral
Erste Fahrt:14.05.1987
Letzte Fahrt:16.09.1992
Fahrtenanzahl:24
Betriebsstunden:82 Std. 32 Min.
Bef. Personen:67
sonstiges:verkauft nach Niedersachen
  
  
  

1987 drehten die Bavaria Filmstudios zusammen mit einer russischen Filmcrew die deutsch-russische Co-Produktion "Tod dem Drachen". Dieser Film ist ein Märchen, in dem der Held, der tapfere Ritter Lanzelot, einen bösen Drachen besiegen muß. Das Drehbuch sah vor, daß Lanzelot den Drachen aus einem Ballon heraus bekämpft. Die Filmcrew suchte nun eine Burg mit möglichst großem Burggraben für die Filmaufnahmen. Hierfür eignete sich die Burg in Burghausen scheinbar am besten, und der dritte Burggraben vor der Hauptburg schien ideal zu sein. Nur ein normaler 1000 m³ großer Gasballon hätte darin keinen Platz gehabt. Deshalb ließ man einen 630 m³ kleinen, einfärbig grauen Gasballon anfertigen, denn er mußte einen alten Ballon darstellen. Für die Zeit der Dreharbeiten erhielt er das Kennzeichen D-BALLON. Am 14.05.97 startete Gerhard Gebauer mit seinem Passagier, dem Ritter Lanzelot, aus dem Burggraben heraus und landete nach 1 Std. 20 Min. in Mauerkirchen (Österreich).
Der FBC-SI entschloß sich, den Ballon inkl. der komplett auf alt getrimmten Ausrüstung, den Bavaria Filmstudios abzukaufen. Auf Grund der mausgrauen Farbe, wurde das Kennzeichen des Ballons in D-MAUSI umbenannt, und unter diesem fuhr er bis zum Jahre 1992 weiter im Verein. 1989 war D-MAUSI noch einmal in einem Werbefilm für die Deutsche Bundespost zu sehen. Paul Oberloher, verkleidet als Postillion, war Pilot und zugleich ein Darsteller in diesem Film.
D-MAUSI war wohl der Lieblingsgasballon des Vereins, aber für den Vereinsbetrieb einfach zu klein. Das Aufrüsten und Einpacken des Ballons war vom Aufwand her nicht viel geringer als bei einem 1000 m³ Ballon, allerdings konnten nur max. 2 Passagiere bei einer Fahrt befördert werden. Deshalb wurde der Ballon leider kaum benutzt und 1992 entschloß man sich schweren Herzens, D-MAUSI zu verkaufen. Die letzte Fahrt von D-MAUSI machte Peter Stamprech am 16.09.1992 als Fuchsballon bei der Oberbayerischen Herbstwettfahrt für Gasballone. Dann ging der Ballon nach Niedersachsen, an Dr. Udo Dierlich.

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