D-HOECHST II


D-HOECHST II
Hersteller:L. Stuttgart Augsburg
Typ:K-1000/3-Stu
Werksnummer:0253/2
Volumen:1000 m³
Werbeaufschrift:Hoechst
Erste Fahrt:28.02.1980
Letzte Fahrt:13.10.1990
Fahrtenanzahl:342
Betriebsstunden:1494 Std. 57 Min.
Bef. Personen:1422
sonstiges: 
  
  
  

Nur kurze Zeit nach der Außerdienststellung des D-HOECHST I bekam der FBC-SI den neuen HOECHST II von der Hoechst AG. Mit seinen Design aus rot, orange, gelb mit der blauen Schrift, war er wohl einer der schönsten Gasballone, die jemals am Himmel zu sehen waren.
Die Werkstattfahrt mit dem neuen Gefährt machten die Piloten Gerhard Gebauer und Reinhard Breu am 28.02.1980. Dabei fuhren sie in 3 Std. 21 Min. von Burgkirchen nach Kirchanschöring. Die Fahrtenanzahl des Ballons pro Jahr war gesehen zum D-MOBIL IV, den der Verein damals gleichzeitig in Betrieb hatte, immer höher. In guten Jahren brachte er es auf über 40 Fahrten pro Jahr. Das ist zwar verglichen mit den Fahrtenzahlen in den 70er Jahren wenig, aber man muß bedenken, daß das Heißluftballonfahren zu dieser Zeit einen großen Aufschwung erlebte. Der Ballon und seine Piloten kamen weit herum. Im Bordbuch finden sich neben den Fahrten vom Burgkirchen aus auch Starts in Kempten, Ibbenbühren, Frankfurt, Nantes, Warstein, Basel, Gersthofen und Marl.
Wohl eine der beachtenswertesten Fahrten mit dem D-HOECHST II machte Gerhard Gebauer am 28.04.1984. Er überquerte alleine im Korb die Alpen und landete nach 4 Std. 40 Min. in Völkermarkt (Steiermark/Österreich).
1989 bekam der Verein eine neue Hülle von der Hoechst AG. Die alte HOECHST II-Hülle wurde fortan als Zweithülle verwendet. Leider war der Ballon in den letzten Jahren schon relativ undicht. In den Jahren 1991 und 1992 bestand er zwar die Nachprüfungen, wurde aber kein einziges mal mehr benutzt. Daraufhin entschloß man sich, die Innenseite der Hülle mit einer neuen Lackschicht zu versehen. Der Gesamtzustand des Ballons war nämlich noch gut. In einer schweißtreibenden Arbeit wurde die Hülle stückchenweise von innen nach außen gestülpt und gestrichen. Die Arbeiten zogen sich den ganzen Sommer 1992 hin. Als der Ballon dann das erste Mal wieder gefahren werden sollte, stellte man fest, daß Teile der Hülle miteinander verklebt waren. Bei Versuchen, diese zu trennen, riß der Stoff wie Papier. Damit war das Ende des Ballons nun endgültig besiegelt. Mit dem D-HOECHST II wurden in den 10 Jahren seines aktiven Dienstes beim FBC-SI 342 Fahrten durchgeführt. Das sind mehr Fahrten, als jemals ein vereinseigener Gasballon machte.
Das letzte Mal mit dem D-HOECHST II in den Himmel aufgestiegen ist Dr. Herbert Fitz bei einer Fahrt von Burgkirchen nach Neuhofen am 13.10.1990.

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